Bei allerschönstem Mai Wetter im Schwarzwald einen Ultralauf zu machen? Für Läufer sicherlich ein Genuss. Heidi Georgi führte die Gruppe mit 9 Läufer/innen entlang ihrer Lieblingslaufstrecke durch den Nordschwarzwald.
Um 6:30Uhr Bewegten wir uns vom Färbertorplatz in Gernsbach aus zunächst durch die Gernsbacher Altstatt um uns dann schnell von den Bäumen des Schwarzwaldes aufsaugen zu lassen. Schon am Anfang wird einem bewusst, dass an diesem Tag nichts flach sein wird. Weder die Unterhaltungen noch die Landschaft. Von Gernsbach 165hm über die Amandaschau, das Heidernell, dem Lindel weiter über Bonorahütte, Nachtigall zur Badnerhöhe mit 1000 hm auf einer Länge von 15km war schon einmal ein guter Anfang. Die Temperaturen stiegen dabei stetig an, waren aber durch einen leichten Wind gut zu ertragen. Nach einer kurzen Stärkung führte uns Heidi weiter nach Sand wo uns Günter mit einer kleinen Zwischenstärkung erwartete. So gestärkt und um die um Günter verstärkte Gruppe war es ein Leichtes uns auf den Weg zu „Höhepunkt“ der Strecke zu machen.Nach etwas Auf und Ab entlang dem Westweg über Hundseck, Untersmatt und Ochsenstall ging es dann schnurstracks rauf auf die auf 1100hm gelegene Hornisgrinde. Es ist schon ein Imposanter Blick vom Fusse des Sendemastens auf seine 206m höhere Spitze.
Bei einer kleinen Rast bleib genug Zeit für einen 360° Rundblick.
Dann hieß es Spaaaaß entlang einem schmalen Trails im „freien Fall“ zum Seibelseckle, wo wir uns eine ausgiebigere Rast bei Schwarzwälder Kirschtorte, Erbseneintopf, Rabarberkuchen und sonstigen Leckereien gönnten.
Mit nun tiefer gelegtem Schwerpunkt führte ein breiter Waldweg uns in Hinterlangebachtal, von dort wieder hoch zum 10km entfernten Schurmseeblick.
Was man zur Zeit dort oben zu sehen bekommt ist ein Armutszeugnis in Punkto Landschaftsschutz. Das hat mit Holzernte nichts mehr zu tun, nur noch mit brachialer Maschinengewallt wird dort dem ach sooft von der Gleichen Forstwirtschaftsfraktion uns als geschundenen und schützenswertem empfindlichen Waldökosystems verkaufte Schwarzwaldidylle nur des Billigen Holzschlags wegen Autobahnen in dieses Ökosystem gefräst von dem es sich schwerlich wenn überhaupt wieder erholen wird.
Nicht um sonst werden wohl die Wegführungen dorthin an den Schildern durchgestrichen sein, damit diese großflächige Zerstörung niemandem auffällt.
Recht niedergeschlagen trotten wir, das Elend in unserem Rücken wissend, weiter Richtung Schönmünzach. Dort verliessen uns ein Großteil der Mitläufer mit einem Zuwachs ging es dann zu fünft an die restlichen 30km.
Ich wäre wohl auch besser hier ausgestiegen, nach einem zu schnell getrunkenen, zu kaltem alkfrei Hefe begann für mich bei dem 450m Anstieg zum Mittelweg die Tour der Qualen.
Mir wurde mit jedem Meter nach oben ko.. übel. Mein Wohlbefinden passte sich immer mehr dem Charakter des Mittelweges an einfach zum ko...
Blockhütte, Toter Mann Hütte (so fühlte ich mich auch langsam)
und Prinzenhütte zogen sich ewig. Das Ganze wurde noch mit einsetzenden Wadenkrämpfen gewürzt, klasse.
Am Kaltenbronn war dann Schluss für mich, dank eines freundlichen älteren Ehepaares, die meinetwegen sogar einen Umweg nach Loffenau nicht scheuten (man muss ich übel ausgesehen haben) kam ich dann naja irgend wie wohlbehalten zu Hause an. Heißes Bad, viel trinken, essen, schlafen.
Resümee? Hm zu viel von dem Einen (Sonne, kaltes Bier) und zu wenig von dem Anderen (Trinken)


