Freestyle
 
 
 
 
 

Nach einem schönen Hüttenwochenende in Sprollenhaus mit meinem Musikverein, bei einigen Jam-Sessions mit leckerem Gaffel-Kölsch und ordentlich JägerM am Freitag in der Hütte, liesen wir uns dann noch am Samstag nach einer kleinen Wanderung von Bad Wildbad zur Grün-Hütte dort musikalisch auf die Allgemeinheit los. Trotz ohne Noten gespielt konnten wir dort die Wandermenge 2 Std. gut unterhalten. Leider schmeckte mir das Bier, nach der langen Vornacht, noch nicht aber die Feste Nahrung blieb im Magen :-).

Um alles an „belastenden“ Resten von Alkohol aus meinem Körper zu treiben, habe ich vorsorglich meine Laufsachen mitgenommen. Am Sonntag nach dem Frühstück und dem „Aus- und Aufräumen“ der Hütte, lies ich meine Beine entscheiden in welche Richtung sie nach hause wollen. Die grobe Richtung war der Kaltenbronn und dann irgendwie abwärts ins Murgtal. Eines war sicher, normale oder mir bekannte Wege wollte ich soweit wie möglich meiden. Leider fand ich keinen Pfad hoch zum Kaltenbronn und musste bis dorthin auf Waldwegen laufen. Mein Kopf lies anfangs auch noch keine großen Entscheidungen zu. Der Spaß fing dann am Skihang vom Kaltenbronn an. Senkrecht hoch ging es, wo ich sonst mit Skiern abwärts fahre. Verschnaufen hieß es dann bis zur Schwarzmies Hütte, (der Kopf wurde mittlerweile  leichter), von wo aus ich mir den Telefonweg mit Groborientierung Reichental auswählte. Einem ordentlich steilen Weg der immer mehr zum Pfad wird. Oberhalb von Reichental nahm ich nach dem Motto „ Im Zweifelsfalle immer den schmaleren Weg wählen“ einen alten Holzschleifwegm ohne groß Hoffnung zu haben das der weit führen würde. Der Weg tat mir dann auch den Gefallen und hörte nach etwa 1 Km auf zu existieren. Zurück ist natürlich keine Option, also wählte ich den Wegm den es vor mir noch nicht gab, quer durch den Misch- und Kiefernwald nach unten. Der Abstieg war so steil, dass es mehr ein Rutschen als ein Laufen war. ZickZack Laufen war angesagt. Der Spaß kannte keine Grenzen. Der war jedoch kurz ein wenig gefährdet, als ich beim Überspringen eines Astes kurz den Halt verlor und ordentlich umknickte dabei einen Salto nach vorne machte und üble Gedanken an eine Verletzung durch die von mittlerweile geringen Mengen Alkohol gedämmten Gehirnzellen schoss. Die Ersten Schritte durch das Unterholz waren etwas schmerzhaft, was sich aber glücklicherweise schnell gelegt hatte. Nochmals Glück gehabt. :-). Die restlichen 3 km waren dann nur noch lockeres auslaufen und ob des tollen Abstiegs mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

16. Oktober 2011

Sprollenhaus - Obertsrot
 
 
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